Selbst-Wert-Gefühl

Der Begriff „Selbst-Wert-Gefühl“ wird in unserer Gesellschaft oftmals nicht im wörtlichen Sinne genutzt, sondern meist ist damit gemeint, dass jemand ein sicheres Auftreten hat, sich von niemanden etwas sagen lässt, souverän und mutig genug ist, sich auch einmal einer Konfrontation oder Lebenslage zu stellen.

Doch im Grunde genommen sind diese o.a. Erscheinungsformen lediglich äußere Merkmale, die Menschen den Eindruck vermitteln, jemand hätte ein ausgeprägtes Selbstwertgefühl. Wenn das so wäre, bräuchte man ja nur sicher auftreten, sich von niemanden etwas sagen lassen und souverän und mutig nach Konfrontationen suchen, um sein Selbst-Wert-Gefühl zu steigern. Sie werden sicher gleich gemerkt haben, dass diese Zauberformel so wahrscheinlich nicht aufgehen wird. Darum scheint ein anderer Ansatz durchaus Sinn zu machen!

Wenn man Menschen nach ihren Werten fragt, so stehen Zuverlässigkeit, Vertrauen und Ehrlichkeit ganz oben auf der Liste, und sobald diese Erwartungen einmal formuliert sind, ziehen die meisten los und checken, inwieweit ihre Umwelt diesen Attributen gerecht wird – aus der vermeintlichen Annahme heraus, dass sie als Verfasser dieser Werte diese „natürlich“ längst für sich in Besitz oder vielmehr in Anspruch genommen haben. Schaut man sich das Wort „Selbst-Wert-Gefühl“ jedoch einmal genauer an, so wird deutlich, dass es das Gefühl beschreibt, was wir uns selbst wert sind. Demnach liegt es auf der Hand, dass WIR diese Werte in erster Instanz leben müssen, um ein entsprechendes Gefühl zu bewirken. Es stellt sich also die Fragen: Wie sehr kann ich mich auf mich verlassen? Wie gut kenne ich mich, um dies einschätzen zu können? Inwieweit traue ich mich, mit Verantwortung und Konsequenzen umzugehen? Und in welchen Lebenssituationen neige ich möglicherweise immer noch dazu, mit Ehrlichkeit sehr kreativ und phantasievoll umzugehen.

Kennen wir hingegen unsere Werte und leben sie ebenso bedingungslos, so wird das Vertrauen in unsere eigene Persönlichkeit

gestärkt, da diese unsere Werte uns wie ein Führungsseil durch alle Höhen und Tiefen unseres Lebens führen. Jede Situation, die uns fordert,  fördert uns im gleichen Maße.  Und auch wenn wir das Leben vorwärts leben müssen, um es rückwärts zu verstehen, so ist dennoch gewiss, dass unsere Fähigkeiten unumstritten größer werden, je öfter wir die Gelegenheit erhalten, unser Vertrauen in uns und unser Leben zu stärken.

Auf diesem Weg treffen wir möglicherweise immer wieder einmal auf Weggabelungen, die uns irgendwie bekannt vorkommen. Oder wir haben ein Déjà-vu, wenn wir immer wieder ähnliche Situationen erfahren, ohne zu wissen, wie wir in diese Lage gekommen sind. Überzeugungen und Gewohnheiten – ob bewusst oder unbewusst - sind hier die Schlüsselwörter. Und erst, wenn wir uns unserer Motive bewusst sind und wissen, warum wir IMMER WIEDER an diesen Punkt geraten, erlangen wir die Freiheit, in Zukunft eine alternative Verhaltensweise zeigen zu können, um das Hamsterrad der Wiederholungen verlassen zu können. Und wenn ein Mensch eine große Portion all dieser Eigenschaften für sich verwirklicht hat, so nehmen seine Mitmenschen dies meist sehr schnell wahr. Im direkten Kontakt spüren sie, dieser Mensch selbstbewusst, vertrauensvoll und souverän durchs Leben geht.

Die Begleitung durch Life-Coaching ist eine elegante Form, um eine Abkürzung auf diesem Lebensweg zu nehmen.