Einer für alle - alle für einen

Nicht nur die gewünschten Eigenschaften des Menschen werden deutlich, sondern ebenso alles, was Menschen ausmacht und was aus dem Zusammenspiel von Charakteren und Individualitäten resultiert – Teamgeist, Mobbing, gemeinsamer Erfolg, innere Kündigung, Burn-Out oder Depressionen, Unternehmensidentifikation und viele andere Begriffe könnten die Schlagwörter zu diesem Thema sein.

Dabei gibt es Erkenntnisse zu Teamverhalten und Teambildung, die in Team- Coachings- oder Teambildungsprozessen vorgestellt und angewandt werden könnten. Jeder im Team sollte, damit es effizient und im Sinne aller agieren kann, bestimmte Rollen bzw. Funktionen einnehmen. Dabei ist es entscheidend, dass diese beachtet werden,  damit ein gesunder und wahrhafter Teamgeist die Basis für ein erfolgsorientiertes Miteinander ist - und nicht Intrigen, zwischenmenschliche Auseinandersetzungen und Mobbing diesen Geist vergiften. Es ist sinnvoll, die Rolle des Koordinators, des Machers, des Beobachters, des Teamarbeiters (Mitspieler), des Umsetzers, des Perfektionisten, des Spezialisten, des Erfinders und des Weichenstellers zu besetzen und dabei die individuellen Fähigkeiten und die Selbst-Einschätzung zu beachten. Durch diese konkrete und einvernehmliche Rollenverteilung wird die Realisierung von Projekten, die Bündelung von know-how, das Erreichen von Zielen und die Lösung komplexer Aufgaben gewährleistet. Gegenseitige Unterstützung, Motivation und Kompetenzerweiterung finden einen fruchtbaren Boden.

Wenn man Konflikte in Teams einmal genauer beleuchtet und sich dabei fragt, was Grund und Übel dafür sind, wird deutlich, dass es  die zwischenmenschlichen Differenzen sind, die es zu händeln und aus dem Weg zu räumen gilt. Autoritäts- und Machtspielchen sind in der Regel reine Ablenkungsmanöver vom eigentlichen Konflikt, dem sich die Betroffenen entweder nicht stellen wollen oder dessen sie sich wohlmöglich nicht einmal bewusst sind. Würde man den Energieaufwand, den solche Konflikte verursachen, einmal skalieren, so würde sicher schnell deutlich, dass er unverhältnismäßig hoch ist und jenseits von der einem Team innewohnenden Effizienz und Aufgabenteilung ist. Wesentlich effektiver für das Ergebnis und das Miteinander ist es sicherlich, einen Teamgeist zu pflegen, der gegenseitige Unterstützung, einen höheren Spaßfaktor und mehr Zufriedenheit ermöglicht. Wenn der Teamgeist eine positive Grundgesinnung genießt, so führt das Miteinander-Lernen, ein konstruktives gegenseitiges Feedback im Team und mehr individuelle Verwirklichung zu einer gesteigerten Unternehmensidentifikation. Das stellt einen gesunden Gegenpol zu der immer weiter verbreiteten Haltung, der sogenannten „Inneren Kündigung“, bei den Mitarbeitern dar.